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Erklärungen von der Friedensdelegation, des Zentralen Generalstabes und dem Nationalen Sekretariat der FARC-EP

Erklärung von Montecristi

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Am diesem Tag haben wir uns in Montecristi, Ekuador, dem Geburtsort des Nationalhelden Eloy Alfaro, die Delegationen der Nationalen Befreiungsarmee ELN und der politischen Partei Alternative Revolutionäre Kraft des Volkes, FARC, zum Zweck der Evaluierung der Friedensprozesse getroffen, die mit der nationalen Regierung vorangetrieben werden.

Nachdem wir zwei Tage beraten hatten, erlaubten wir uns folgendes zu manifestieren:

1 Wir bringen unsere Entschlossenheit zum Ausdruck, zum vollen Frieden zu gelangen und die Veränderungen und Transformationen zu erreichen, nach denen sich die meisten Kolumbianer sehen, der gemeinsamen Verteidigung des Friedensprozesses und gemeinsame Mechanismen zu erforschen, so dass sie die festgeschriebene Vereinbarung zwischen Regierung und der FARC-EP erfüllt wird, die Agenda der vereinbarten Gespräche zwischen der Regierung und ELN voran kommt und die beiden Prozesse harmonisieren. Zu diesem Zweck haben wir beschlossen, einen gemeinsamen Mechanismus zwischen den beiden Kräften zu schaffen, mit dessen Ergebnissen wir die Regierung, das Land und die internationale Gemeinschaft informieren werden.

2 Mit der Anerkennung der Fortschritte in den letzten Jahren in der politischen Lösung, wollen wir auch unsere Ablehnung der Verfolgung kund tun, die sich in der wachsenden Zahl von Morden und Inhaftierungen von sozialen Anführern, Menschenrechtsverteidigern und der Ermordung von dreißig ehemaligen Kämpfern der FARC ausdrückt. Aktionen, die größtenteils ungestraft bleiben, weil der Generalstaatsanwalt auf die falsche Weise besteht, keine Verbindungen zu finden.

Wir fordern die Opferorganisationen, Menschenrechtsverteidiger und demokratischen und alternativen Sektoren zur Organisation, zur Beschwerde, Widerstand, Mobilisierung, Schutz des Lebens, das Gebiets, zu Garantien und zu den Menschenrechten der Kolumbianer auf.
 
3 Wir betonen erneut, dass der Paramilitarismus die größte Bedrohung für Kolumbiens Frieden, die Gesellschaft und die Demokratie darstellt. Aus diesem Grund müssen wirksame und unverzügliche Maßnahmen für die endgültige Beendigung von paramilitärischen Operationen und Organisationen und deren Unterstützungsnetzwerke ergriffen werden.

4 Die Wahrheit, die bekannt sein muss, um Frieden zu erreichen, wird die Schwächen eines Systems präsentieren, das schnelle Transformation und eine Verpflichtung des „Nie wieder“ erfordert.

5 Die Lösung des komplexen Problems der illegalen Kulturen kann nicht mehr ausschließlich repressiv sein und solche schädlichen Folgen haben, wie sie in Tumaco vorgefunden wurden und die sich auf andere Regionen auszuweiten drohen, nur um Verpflichtungen mit den Vereinigten Staaten zu erfüllen. Es ist notwendig, in souveräner Weise zu handeln und dass der Staat die mit den Gemeinschaften eingegangenen Verpflichtungen wie Substitutionspläne, Programme für soziale Investitionen, Transparenz bei dem Umgang von Ressourcen sowie die Formalisierung von Landbesitz und Stärkung des Zusammenlebens erfüllt.

6 Wir sind uns unserer Sorge um die Korruption bewusst, die die soziale Struktur des Landes und im Allgemeinen die öffentlichen und privaten Institutionen der Nation eingeholt hat: die Gerichte, den Kongress, die Exekutive, die Staatsanwaltschaft, die staatlichen und regionalen Organismen sowie öffentliche und private Unternehmen.

Das skandalöse kriminelle Verhalten von Persönlichkeiten, die auf der höchsten Ebene der öffentlichen Funktion und des Privatsektors eingebettet sind, bedrohen die Möglichkeit des Friedens und die Entwicklung einer wirklichen Demokratie, die wir anstreben.

Wir halten es für notwendig, politische Maßnahmen und konzertierte Aktionen zu konzipieren, um dieser alarmierenden Situation der weit verbreiteten Korruption ein Ende zu setzen.
 
7 Dieser außergewöhnliche, historische Moment erfordert die größtmögliche plurale Allianz der Sektoren, die Frieden und Transformationen auf politischer und sozialer Ebene verteidigen.

Wir fordern die Umsetzung der Vereinbarungen von Havanna und die Entwicklung der am Tisch von Quito vereinbarten Partizipation, um die integrale Umsetzung der sozialen und bürgerschaftlichen Beteiligung an der Entwicklung des ersten zwischen der Regierung und des ELN vereinbarten Tagesordnungspunktes zu stärken.

Zum Wohl von Kolumbien bekräftigen wir aus der Stadt Alfaro, Montecristi, Ekuador, dass keine Schwierigkeit – egal wie groß sie auch ist – uns in der Eroberung des Friedens, der auf den Grundlagen der sozialen Gleichheit, der Souveränität, der Wahrheit und der Demokratie aufgeben lässt. So wie der Papst bei seinem jüngsten Besuch erinnerte und an das Land sagte: „Die Ungerechtigkeit ist die Wurzel gesellschaftlicher Missstände.“

Delegationen des ELN und der FARC.

Montecristi, 23. Oktober 2017
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