RSS Erklärungen FARC-EP

Erklärungen von der Friedensdelegation, des Zentralen Generalstabes und dem Nationalen Sekretariat der FARC-EP

Das ständige Risiko der ehemaligen Kämpfer der FARC

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Kommuniqué: "Die staatliche Nichteinhaltung hat verhindert, dass echte Garantien für einen effektiven und würdevollen Wiedereingliederungsprozess entstehen"
 
In der gestrigen Nacht des 17. Februar wurde in der Gemeinde Bosa in der Stadt Bogotá der ehemalige politische Gefangene und Mitglied der FARC Jhon Mariano Ávila Matiz ermordet. Dieser Vorfall fügt sich zu den 38 registrierten Morden an ehemaligen Kämpfern unserer Organisation seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens hinzu, darunter die Ermordung von 12 ehemaligen politischen Gefangenen der FARC-EP. Gemäß der bekommenen Information von der Familie von Jhon, hat er vom Amnestiegesetz profitiert und seit seiner Entlassung aus dem Gefängnis Barne in Antioquia zog er nach Bogotá um schließlich hier seinen Prozess der Wiedereingliederung zu vollziehen.
 
In den letzten Tagen hat der Nationale Politische Rat ein Treffen mit dem Innenminister abgehalten, in dem wir unsere tiefe Besorgnis über das Fehlen von Garantien für die politische Ausübung unserer Organisation zum Ausdruck brachten, was sich in der Kampagne von Hass und Störungen der politischen Sektoren der Friedensfeinde in einigen Städten und dem Vorhandensein von paramilitärischen Gruppen in einigen Regionen des Landes widerspiegelt. Auch das Ombudsorgan des kolumbianischen Volkes hat in 287 Gemeinden in 29 Departements die Gefahr für den Wahlprozess aufgrund der Häufigkeit von illegalen bewaffneten Gruppen identifiziert, was für den Staat enorme Anstrengungen bedeutet, die eine echte demokratische Öffnung ermöglichen.
 
Die staatliche Nichteinhaltung hat verhindert, dass echte Garantien für einen effektiven und würdevollen Wiedereingliederungsprozess entstehen, der zu einem der am meisten gefährdeten und erhöhten Risikofaktoren für unsere Mitglieder und ehemaligen Kämpfer geworden ist, weshalb wir gefordert haben, dass die Hindernisse beseitigt und die vereinbarten Verpflichtungen erfüllt werden. Ebenso rufen wir unsere gesamte Mitgliederschaft auf, die Sicherheitsmaßnahmen zu verdoppeln; die Feinde des Friedens warten auf uns und wir dürfen uns nicht vernachlässigen. Heute brauchen wir mehr denn je die kollektive Anstrengung, um diesen großen Zweck zu erfüllen.
 
Wir werden nicht mit unserem Ziel aufhören, Frieden für Kolumbien mit sozialer Gerechtigkeit zu erreichen. Wir appellieren an alle sozialen und politischen Sektoren des Landes, sich gegen diese Art von Ereignissen auszusprechen und für einen nationalen Pakt, um Gewalt aus der Ausübung von Politik zu entfernen.

Nationaler
Politischer Rat
Alternative revolutionäre Kraft
des Volkes
Bogotá, 18. Februar 2018
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