RSS Erklärungen FARC-EP

Erklärungen von der Friedensdelegation, des Zentralen Generalstabes und dem Nationalen Sekretariat der FARC-EP

Die neue Regierung muss Anstifter der Gewalt bekämpfen

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Übersetzung eines Kommuniqués des Nationalen Politischen Rates der Alternativen Revolutionären Kraft des Volkes – FARC – bezüglich einer Gewaltwelle in Kolumbien gegen FARC und linke Kräfte:

Vor ein paar Wochen hießen wir mit Hoffnung die Demonstrationen willkommen, von Hunderttausenden von Menschen auf den großen öffentlichen Plätzen im Land als Ablehnung der Welle von Morden und der ausbreitenden Gewalt in mehreren Gemeinden des Landes. Wir begannen uns vorzustellen, dass als Folge der großen sozialen Mobilisierungen die neue Regierung entschlossen sein werde, entschlossen gegen die politische Gruppierung zu kämpfen, die die Gewalt und die paramilitärischen Strukturen in verschiedenen Regionen ausgelöst haben. Aber es folgte Trauer auf die Kontinuität der Morde, die heute das Leben von mindestens 350 sozialen Anführern, Menschenrechtsverteidigern und 74 ehemaligen Kämpfern im Prozess der Wiedereingliederung genommen haben und die sich für den Aufbau des Friedens einsetzten.

Die Szenen des vergangenen 20. August zeugten von der Folterung und Ermordung von Breiner Conda und Yefferson Sánchez, ehemalige Kämpfer im Prozess der Wiedereingliederung, gemeldet in der ETCR „Dagoberto Ortiz“ in Miranda, Cauca, die nur wenige Meter von einem militärischen Kontrollpunkt liegt und sich in einer Gegend befindet, die als „Tanques“ bekannt ist.

Am gestrigen Tag wurden wir mit zwei Akten der Barbarei überrascht, einerseits das erzwungene Verschwinden von Jeferson Arévalo, einem Überlebenden des Genozides an der Patriotischen Union und der an seiner Partnerin Gladis Tirado in der Gemeinde Puerto Rico, Meta, zugefügten Qualen. Zum anderen dazu der Angriff mit einem Sprengstoff gegen das Leben und die Integrität von Hugo Perdomo und Viviana Camacho, ehemaliger Kämpfer und Mitglieder unserer Partei, die in ihrem Wohnort im Weiler „El Oso“ waren, welches zum Dorf Gaitania der Gemeinde Planadas in der Provinz von Tolima liegt. Tatsachen, die, gemäß den zur Verfügung gestellten Informationen, an Orten mit hoher Kontrolle der öffentlichen Sicherheitskräfte vorgekommen sind.

Es gibt unzählige Anforderungen an den kolumbianischen Staat von der sozialen Bewegung und der internationalen Gemeinschaft, um die Umsetzung der endgültigen Vereinbarung zu garantierten und die Welle der Gewalt zu beenden, die sich in weiten Teilen des Landes erstreckt. Heute fordern wir die neue Regierung auf, ein echtes Engagement und rechtzeitige Maßnahmen gegen Mitglieder der von Sicherheitskräften verübten Verbrechen, der politischen Gruppe, die den Krieg und paramilitärische Strukturen fördert, zu zeigen. Es darf keinen Widerspruch zwischen den Handlungen der Regierung und der Botschaft des Hochkommissars für den Frieden geben, der sich verpflichtet hat, die Umsetzung des Abkommens fortzusetzen.

Wir bestehen auf die Einigung aller politischen Kräfte des Landes, mit dem Ziel eine Stimme zu erheben, um einen großen nationalen politischen Pakt für die Abschaffung der Waffen in der Politik zu verwirklichen und große Mobilisierungen in der Verteidigung des Lebens in Kolumbien zu fördern. Wir wollen auch Präsident Duque und seine Ministerriege zu einem Dialog einladen, um das Gemeinwohl des Friedens zu schützen.

Nationaler Politischer Rat
Alternative Revolutionäre Kraft des Volkes – FARC
22. August 2018
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