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Treffen von politischen und sozialen Akteuren verlangt Umsetzung der Vereinbarungen

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Am Mittwoch, den 15. März, fand in der Stadt Santa Marta das erste große Treffen der Übereinstimmung der gesellschaftlichen und politischen Kräfte statt. Im Sitz des Verbandes der Lehrer für die Provinz Magdalena (Edumag) trafen sich Delegierte aus verschiedenen Sektoren, um die Einladung durch Polo Democrático Alternativo (Demokratischer Alternativer Pol, PDA), Alianza Verde (Grüne Allianz), PCC (Kommunistische Partei), Juco (Kommunistische Jugend), UP (Unión Patriótica), Frauenorganisationen, Gewerkschaftlichen Bewegungen, Fuerza Ciudadana (Bürgerliche Kraft), AICO, ASI, liberale Partei, Bewegung der Mütter, Stadträte und vielen anderen zu erfüllen. Ziel ist es, Kriterien und Maßnahmen mit Blick auf die Verteidigung des Friedens und seiner Durchführungen in Bezug auf die Vereinbarungen zu vereinheitlichen.

Das Treffen der sozialen und politischen Kräfte in Santa Marta diskutierte sorgfältig die Fortschritte und Erfolge in Bezug auf die Eroberung einer Atmosphäre des Friedens und der Harmonie und schloss mit einer Erklärung des nationalen und regionalen Charakters, wonach sie die ordnungsgemäße Umsetzung der Abkommen mit den Aufständischen der FARC-EP forderten. Es soll die Niederlegung der Waffen erleichtern und dessen Umwandlung zu einer politischen Partei mit vollen Rechten.

Zudem fordern sie Workshops mit denjenigen Personen und in denjenigen Regionen, die am stärksten vom Konflikt betroffen und am meisten von der Regierung vergessen sind. In diesen Workshops sollen die Friedensvereinbarungen den Menschen näher gebracht werden und zudem soziale Investitionen in oben genannten Gebieten erfolgen. In Zukunft sollen weitere Treffen und Workshops folgen, um die Parteien, die Bewegungen und die Menschen für den Frieden zu vereinen.
 
Die Wirklichkeit in den ZVTN und PTN, also in den Übergangszonen der Kämpfer der FARC-EP, ist schlecht. Die Lebensbedingungen dort, ohne ausreichende Lebensmittelversorgung, Medizin, Beschäftigung, Unterkünften und so weiter, ist teilweise schlechter als zu den Zeiten, als die Guerilleros in den Bergen lebten. Immer noch warten Hunderte Kämpfer und Gefangene auf ihre Amnestie. Es gibt von Seiten der Regierung eine Verschleppungstaktik. Hinzu kommt die Gewaltwelle der Paramilitärs. Wie kann man da Vertrauen haben? Viele spüren, dass die Regierung die Vereinbarungen nicht halten will.

Aber es geht nicht nur darum, dass die politischen und sozialen Vereinbarungen nicht eingehalten werden. Was fehlt ist auch das Engagement, die Demokratie und die Lebensbedingungen der Armen zu stärken. Die Landreform mit den Wirtschaftszonen auf dem Land (Zidres) und die aktuelle Steuerreform bevorzugen die historischen Herrschaftsbedingungen auf dem Land und in der Stadt. Nämlich dass die Oligarchie weiterhin ihren Einfluss und ihre Macht behält. Es sind die Bauern und Arbeiter, die die Last der nationalen Krise übernehmen, während die Reichen ihr Kapital schützen und die Gewinne ihrer Unternehmen erhöhen. Es ist die Diktatur des Kapitals. Das gleiche wie immer.
 
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