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Opfer fordern den Kongress auf, den Sinn des Friedensabkommens aufrechtzuerhalten

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Der bewaffnete Konflikt in Kolumbien hat eine Reihe von Opfern von allen Parteien des Konflikts hinterlassen. Im Gegensatz zu dem, was die Medien und der politische Diskurs darstellen, haben zahlreiche Untersuchungen gezeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Opfer des bewaffneten Konflikts durch paramilitärische und staatliche Gewalt und nicht durch die Aufständischen verursacht wurde.

Die FARC auf ihrer Seite haben sich während des Friedensprozesses und wie in der Schlussvereinbarung ausgedrückt, dazu verpflichtet, ihre Opfer anzuerkennen, die Wahrheit und den Kontext dieser Situationen anzuerkennen, sich an die spezielle Friedensgerichtsbarkeit zu halten, sowie individuelle und kollektive Formen der Wiedergutmachung und einer Garantie der Nicht-Wiederholung zu entwickeln.

Alle oben genannten Aspekte sind im Friedensabkommen vorgesehen, das die Opfer in seinem Kern hat und für alle Akteure und Parteien des Konflikts entwickelt wurde, damit alle Opfer auf dieses System der Gerechtigkeit, der Wahrheit und der Wiedergutmachung zugreifen können.

In diesem Sinne forderten die Opferorganisationen und die Menschenrechtsverteidiger den Kongress dringend auf, „nach dem Beschluss des Verfassungsgerichts, das die Tür zu tiefgreifenden Veränderungen in der Vereinbarung öffnet, mit dem historischen und politischen Engagement Schritt zu halten.“

Die Opfer- und Menschenrechtsorganisationen riefen alle Mitglieder des Kongresses auf, den Prozess der Gesetze zu priorisieren, der die Umsetzung [des Friedensabkommens] sicherstellt und die Essenz dessen, was im Theater Colón als Ort der Unterzeichnung des Friedensabkommens mit der Zentralität der Opfer vereinbart wurde, beizubehalten.

Während einer Pressekonferenz forderten die Opfer, dass die Reform des Opfer- und Landrestitutionsgesetzes, wie im Friedensabkommen vereinbart, verabschiedet werden muss und dass es die Vorschläge enthält, die bereits in Bezug auf die Wiedergutmachung an die Opfer des bewaffneten Konflikts gemacht worden.

Opferrecht und kollektive Wiedergutmachung

Die Opfer forderten, dass die Regierung die Opfer, die im Ausland leben, anerkennt und die Rechte für diese Bevölkerungsgruppen, sowie die Verfahren für ihre Betreuung, Unterstützung, umfassende Wiedergutmachung und freiwillige Rückkehr in das Land regelt.

Ebenso fordern sie die Stärkung des „differenziellen Ansatzes“, einschließlich eines territorialen Ansatzes, so dass in Verbindung mit der Gender-Perspektive die richtigen Betreuung- und Entschädigungsmaßnahmen angewandt werden. Sie erklärten auch, dass es wichtig sei, das Prinzip der Nicht-Regression einzubeziehen, was bedeutet, dass die Rechte der Opfer immateriell sind.

In Bezug auf die Garantien der Nichtwiederholung haben die Opfer darauf hingewiesen, dass diese in die Vereinbarung als „eine echte Verpflichtung der Regierung“ aufgenommen werden sollten, durch die Umsetzung konkreter Maßnahmen zur Transformation der Bedingungen, welche eine Anerkennung der Opfer erlaubt.

Ebenso bekräftigten die Opfer die Notwendigkeit, eine öffentliche Politik für umfassende psychosoziale und gesundheitliche Versorgung für die Opfer zu schaffen, das Einzelopferregister für einen Zeitraum von 5 Jahren wieder zu öffnen und Bestimmungen für die Regulierung des Programms der kollektiven Wiedergutmachung unter der Teilhabe der Opfer zu entwickeln.
 
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