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Niederlegung der Waffen der FARC-EP geht schnell voran

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Die Niederlegung der Waffen der Guerillakämpfer und Milizionäre der FARC-EP ist ein eine weitere bedeutende Phase eingetreten. So sind nach Angaben von Guerilla, Regierung und UNO mehr als 60% der Waffen in Behältern eingelagert worden.  Juan Manuel Santos, Präsident Kolumbiens, nahm dazu an einer Zeremonie in der Übergangs- und Normalisierungszone der FARC-EP in La Elvira in der Provinz Cauca teil. Ebenso besuchten die Ex-Präsidenten Pepe Mujica und Felipe González die Zeremonie. Auch in den anderen sogenannten „Friedenszonen“, von denen es insgesamt 26 im gesamten kolumbianischen Territorium gibt, fanden Veranstaltungen und Feiern statt.

Laut einem Zeitplan und Erklärungen der Kommission zur Überwachung, Impuls und Verifizierung für die Umsetzung des Friedensabkommen (CSIVI) soll der ganze Prozess der Waffenniederlegung am kommenden 20. Juni abgeschlossen sein. Ursprünglich sollte der Prozess schon am 1. Mai beendet sein, doch Verzögerungen in der Umsetzung der Vereinbarungen, vor allem in der Konstruktion und Bereitstellung der Übergangs- und Normalisierungszonen, führten zu einer Verlängerung des Zeitplans.  Bereits am 7. Juni wurden die ersten 30% der Waffen den Vertretern der Vereinten Nationen übergeben.

In einer Erklärung gab der Zentrale Generalstab der FARC-EP bekannt: „Herr Präsident Juan Manuel Santos: Sie haben uns Ihr Wort gegeben, dass Sie das Wort halten werden was mit der FARC vereinbart wurde, dass mit dem Frieden und der Versöhnung Kolumbiens spielt ... Von hier aus, von der Fliegerbasis Marco Fidel Suárez in der Stadt Cali, sagen wir Ihnen, dass wir an Ihr Engagement glauben.“ Zugleich fordern sie jedoch auch vom Präsidenten, das Vereinbarte einzuhalten und umzusetzen. „Sie haben die konstitutionelle Postverfassung der exklusiven Verwaltung des Friedens in ihren Händen und Sie können es verwenden, um es zu verteidigen, wenn nötig.“

Damit spielt die FARC-EP auf den langsamen Prozess der Wiedereingliederung der Kämpferinnen und Kämpfer in das zivile Leben an, an die Friedensgerichtsbarkeit, die auf wackligen Füßen steht sowie auf die permanenten Bedrohungen, unter anderem durch Paramilitärs. Noch immer gibt es Bedrohungen und Morde, nicht nur an Mitglieder der FARC-EP, sondern auch an politische und soziale Anführer im Land.

„Obwohl der Weg, den wir entlanggehen, vollen Kurven und Hindernisse sind, gehen wir voran mit der festen Überzeugung, dass wir ein neues Kapitel in der Geschichte unseres Landes beginnen. Präsident: Lassen wir Kolumbien nicht scheitern.  Wir für unseren Teil wollen wir mit Überzeugung sagen: Wenn wir in der Politik ankommen, dann um zu bleiben, sie zu beeinflussen, sie zu verändern. Wir gehen von den Waffen zu den Wörtern.“
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