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Treffen der Versöhnung von Ex-Paramilitärs und Mitgliedern der FARC-EP

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Letzten Mittwoch, dem 19. Juli 2017, fand ein Treffen zwischen Mitgliedern des Zentralen Generalstabs der FARC-EP und ehemaligen Kommandierenden der Paramilitärs in einem Haus der Jesuiten in Bogotá statt.

Das Treffen wurde von Pater Francisco de Roux und dem ehemaligen Minister Alvaro Leyva organisiert. Von Seiten der FARC-EP nahmen Pablo Catatumbo, Iván Márquez und Jesús Santrich teil und für die ehemaligen Paramilitärs kamen Freddy Rendón (El Alemán), Iván Roberto Duque (Ernesto Báez) und Edwar Cobos (Diego Vecino).

Das Treffen, das in drei Stunden friedvoller Atmosphäre stattfand, drehte sich um die Suche nach der Wahrheit und Wiedergutmachung für die Opfer. In diesem Sinne wurden unter anderem der gescheiterte Prozess der Demobilisierung der AUC (Paramilitärs) und die Umsetzung des endgültigen Friedensabkommens behandelt.

Beide Seiten kamen überein, dass der Frieden eine Pflicht und ein Recht aller Kolumbianer ist und dazu ebenfalls Versöhnung gehört. Das Treffen ist ein bedeutsamer Akt des Friedens, da diese beiden Gruppen sich vor ein paar Jahren im ganzen Land bekämpften.

Álvaro Leyva betonte „die Bedeutung eines nationalen Pakt, um die Waffen aus der Politik zu nehmen und die Debatte von Ideen in Demokratie zu gewährleisten.“

Alejandra Gaviria von MOVICE (Opfervereinigung) markiert das Treffen als Gelegenheit, ein Teil der schweigenden Geschichte des Landes kennen zu lernen.

Víctor Tobón, Anführer der linken Marcha Patriótica, sagte, dass soziale Organisationen und Bauernorganisationen wie Asobac und Asnac, die im bewaffneten Konflikt gelebt haben, diese Möglichkeit als „notwendige Wege sehen, um den Frieden in Kolumbien aufzubauen und vor allem den Opfern die Wahrheit, Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und Nichtwiederholung anzubieten.“

In diesem Sinne sagte Tobón, dass diese ehemaligen Kommandierenden der AUC ihre Strafe bezahlt hätten und nun die Bereitschaft zeigen, die Elebnisse zu erzählen.

In einem Video, welches von Noticias Uno präsentiert wurde, sagte der ehemalige Kommandant der AUC, Ernesto Báez, dass der Prozess mit der AUC unverantwortlich und schlecht war, weil er viele Menschen außen vor gelassen hat. Er erwähnte auch, dass die Mitglieder der sogenannten kriminellen Banden „schlecht demobilisierte Paramilitärs sind.“
 
Quelle: Prensa Rural
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