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Gründung der politischen Partei der FARC-EP am 1. September

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Auf einer Pressekonferenz des Plenums des Zentralen Generalstabs verkündete die FARC-EP die Gründung einer neuen Partei am 1. September 2017. Die FARC-EP hatte bereits Thesen zum politischen Leben im April dieses Jahres veröffentlicht. In den Thesen wird die Idee einer „Übergangsregierung als die Notwendigkeit des politischen Übergangs“ beschrieben.
 
Der Zentrale Generalstab ist das höchste Gremium der FARC-EP. Gewählt wurden die 61 Mitglieder bei der letzten Konferenz der FARC-EP im September 2016 im Yarí. Zum ersten mal nehmen auch Frauen als Mitglieder im Zentralen Generalstab teil. Das Plenum steht unter dem Motto der nationalen Konvergenz.
 
Die politische Ausrichtung der Partei sowie Statuten und Regeln sollen durch einen Kongress verabschiedet werden. Der Kongress der FARC-EP findet in der letzten Augustwoche in Bogotá statt. Am 1. September soll dann in einem öffentlichen Akt die Partei auf dem Plaza Bolívar gegründet werden. Neben der Parteigründung wird jedoch auch die Umsetzung und Verifizierung der endgültigen Friedensvereinbarung diskutiert werden.

Das Mitglied des Sekretariats der FARC-EP, Carlos Antonio Lozada, sagte, dass beim letzten Plenum der FARC-EP Fragen im Zusammenhang mit den Problemen des Landes, die als Bezugspunkte zur Gründung der neuen Partei erörtert wurden. Vor allem Themen wie die Gender-Politik der Partei, Themen der Jugend, Umweltschutz, Agrarfragen und städtisches Themen wurden bearbeitet.
 
Bedenken wurden von Mitgliedern des 61-köpfigen Zentralen Generalstabs geäußert. So betonte man, dass mit den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen im Jahr 2018 Bestrebungen bei den Parteien bestehen könnten, die Vereinbarungen des Friedensabkommens zu verändern. Weiterhin ist die Situation für Unterstützer des Friedensabkommens sowie Mitgliedern und Familienangehörigen der Guerilla selbst höchst gefährlich. Bedrohungen und Morde sind an der Tagesordnung.
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