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FARC schreiben Partei vor dem Wahlrat ein

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„Wir wollen in der Zentrale des Nationalen Wahlrats verkünden, dass der bewaffnete Konflikt, der Kolumbien seit einem halben Jahrhundert betraf, Geschichte ist (...) Der Krieg bleibt mit seiner Last von Schmerz und Trauer zurück.“ Das war der Satz, den Iván Márquez, neben Victoria Sandino, Rodrigo Granada, Mauricio Jaramillo und Jairo Estrada, als Offizieller bei der Schaffung der politischen Partei sagte. Mit der Partei FARC wird gehofft, nach Erfolgreicher Registrierung und Anerkennung, bei den Wahlen zum Kongress und zur Präsidentschaft im nächsten Jahr teilzunehmen.

Die Einschreibung der Partei beim Nationalen Wahlrat ist ein weiterer Schritt zum Verlassen des Weges der Waffen hin zum Weg der Worte als neue Waffe der linken Bewegung. Immer wieder jedoch, bis heute, wird die Anerkennung der Partei in Frage gezogen. Immer wieder gibt es Torpedierungen gegen die Ausübung von legaler politischer Oppositionsarbeit. Dazu fand Rodrigo Londoño warnende Worte: „Die politische Partizipation der FARC zu negieren ist das prinzipielle Ziel des Abkommens zu vergessen. Die Demokratie zu öffnen und den Frieden zu festigen.“

Rodrigo Londoño erinnerte daran, dass die Geschichte im Land bereits zeigte, „politische Beteiligung zu verhindern war der Nährboden für die Gewalt.“ Also wird alle Hoffnung in den Prozess der Legalisierung der neuen linken Kraft gelegt. Die ehemalige Guerilla ihrerseits erfüllte dazu ihre Verpflichtungen für den elementaren Bestandteil des Friedensabkommens, der politischen Partizipation. Die aufständische Bewegung legte nach 53 Jahren des bewaffneten Kampfes 7132 Waffen gegenüber der UNO nieder. Damit durften sie erste Schritte zur Gründung einer Partei einleiten und Kolumbien und der Welt am 1. September in Bogotá bei einem großen festlichen Akt und Konzert den Namen, Programm und Symbol der neuen politischen Partei präsentieren.

Nun, sagte Iván Márquez, „beginnt eine neue Ära für Kolumbien, die der Mobilisierung und der Hoffnung.“ Aber auch er forderte die Verteidigung und den Respekt der Vereinbarungen von Havanna. „Indem wir heute die Alternative Revolutionäre Kraft des Volkes, FARC, werden, geben wir dem Volk diese Macht; diese überwältigende Kraft, so dass es mit ihren eigenen Händen die Veränderung lenkt“, sagte er. Er verurteilte das Massaker des Staates in Tumaco und forderte zudem die Freilassung politischer Gefangener, wie Simon Trinidad in den USA. Márquez schloss seine Rede mit der Feststellung, dass „unser Ziel darin besteht, die alte und ungerechte Gesellschaftsordnung zu überwinden.“
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