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Hier finden Sie die neuesten Nachrichten aus dem Friedensprozess direkt aus Havanna, Kuba. Dauerhaft aktualisiert.

Repression gegen Nationalstreik für das Friedensabkommen

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Der Nationalstreik zur Einhaltung der Verpflichtungen des Friedensabkommens, der von der Bewegung Marcha Patriótica gemeinsam mit populären Bewegungen wie COCCAM, CONAFRO, ANZORC, PUPSOC, CONPI, FENSUAGRO und anderen Organisationen von Bauern, Afro‘s und Indigenen initiiert wurde, ist unter starken Druck durch staatliche Sicherheitskräfte geraten.
 
Polizei und ESMAD, die Aufstandsbekämpfung der Polizei, griffen immer wieder Menschen, sowohl in der Hauptstadt Bogotá, als auch in den ländlichen Protestregionen an. Während die Protestunterstützer die Umsetzung des vor einem Jahr in Havanna unterzeichneten endgültigen Friedensabkommens zwischen der FARC und der kolumbianischen Regierung fordern, wollen die Sicherheitskräfte Blockaden, Demonstrationen und politische Aktionen unterbinden.
 
Die bäuerlichen, indigenen und afrokolumbianischen Gemeinschaften in der Provinz Cauca haben Aktivitäten im Rahmen des nationalen unbefristeten Streiks durchgeführt, der bereits in seinen fünften Tag eintritt. Hierzu gab es eine große Demonstration in Popayan. Auch in Bogotá demonstrierten fast 10.000 Menschen für den Frieden. Auch in Antioquia, Bolívar, Caquetá, Cundinamarca, Guaviare, Meta, Nariño, Norte de Santander, Putumayo und Valle del Cauca gab es Protestaktionen.

Besonders die ungleiche Behandlung von Personen bzw. bei der Setzung der Prioritäten sorgt für Ärger unter den Demonstranten. Während auf der einen Seite vor allem die ländliche Bevölkerung friedlich für ihre Rechte und das Friedensabkommen protestiert, weil die Regierung ihre Verpflichtungen nicht erfüllt, werden die Mörder der sozialen Anführer nicht verfolgt und vermutlich straffrei bleiben. So sorgen paramilitärische Strukturen immer noch im ganzen Land für Angst, obwohl laut Friedensabkommen ihre Bekämpfung stattfinden soll.

Auch bei der Bekämpfung von Drogenpflanzen gibt es Streit in der Umsetzung. Während die Regierung auf Druck und Eskalation setzt, wollen die Bauern die Umsetzung des Nationalen Programms zur Substitution von Nutzpflanzen (PNIS). In ihm geht es vor allem um Alternativen für Drogenpflanzen, soziale Investitionen und finanzielle Unterstützung für die Bauern. Dazu gab es bei den Protesten pädagogische Aktionen und Workshops, um den Bauern den Inhalt zu erläutern.
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