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Hier finden Sie die neuesten Nachrichten aus dem Friedensprozess direkt aus Havanna, Kuba. Dauerhaft aktualisiert.

FARC stellen politische Liste auf

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Nicht nur ehemalige Guerillakämpfer, sondern auch Personen aus „Voces de Paz“ wie Jairo Estrada und Francisco Toloza sowie andere Persönlichkeiten wie Lisandro Duque, Kinofilmmacher und Autor bei der Tageszeitung „El Espectador“, sind in der Liste vertreten. Die Liste für den Senat und die Abgeordnetenkammer veröffentlichten die FARC am Samstag in Corferias in Bogotá.

Die FARC (Alternative revolutionäre Kraft des Volkes) veröffentlicht damit frühzeitig ihre Kandidaten für das Wahljahr 2018. Die FARC nehmen zum ersten Mal an demokratischen Wahlen im Land teil, ihre Personen könnten dann bis zum Jahr 2022 Gesetze erlassen und mitbestimmen. Jairo González Mora (alias Bayron Yepes) mit Iván Márquez und andere Parteimitglieder FARC stellten die offiziellen Kandidaten für die politischen Gremien vor. Die FARC haben in zwei Perioden zehn Sitze im Parlament (fünf im Abgeordnetenhaus Kamera und fünf im Senat), auch wenn sie nicht genügend Stimmen erreichen. Dies wurde im Rahmen der politischen Partizipation im Friedensabkommen mit der kolumbianischen Regierung festgelegt.

Anbei Auszüge aus dem Kommuniqué des Nationalen Politischen Rates der FARC:

„Mit der Eintragung dieser Liste der Anwärter der Alternativen revolutionären Kraft des Volkes für den Senat, beginnt der Marsch der Hoffnung für diejenigen, die immer von einem Kolumbien ohne inneren Krieg, mit Inklusion, das heißt mit echter Demokratie, geträumt haben. Mit einem würdevollen Leben für alle, das heißt mit sozialer Gerechtigkeit. Ohne korrupte Menschen, die, wie Blutegel, weiterhin die Seele der Menschen aussaugen. Ohne Kongressabgeordnete, die daran gewöhnt sind, nicht an die Menschen zu denken, sondern zu ihrem eigenen Nutzen und eine heuchlerische Rede halten, wenn sie sich auf die Opfer beziehen. Dies ist die Pflicht zu sein. Das ist unsere Hoffnung.

Machen wir den heiligen Bund aller Kolumbianer gegen die Straflosigkeit der Mächtigen, welche die Menschen, in ihren öffentlichen Ämtern verschanzt, missbrauchen und demütigen, welche die Menschenrechte verletzen, welche weder der Hunger schert, noch das Fehlen von Schutz, weder der Mangel an Bildung noch das schrecklichen Leiden der Ausgeschlossenen. Auf dass das Ende des Privilegs dieser oligarchischen Kasten, die immer über Richter und Staatsanwälte verfügten, die sie vor allen Verbrechen schützen, die sie begehen, beendet wird. Dies ist die Pflicht zu sein. Das ist unsere Hoffnung.

(…)

Mit der alternativen Kraft und mit der roten Rose, die wir alle in unseren Herzen tragen, können wir eine andere Regierung aus dem Urteilsspruch der Demokratie machen. Eine Übergangsregierung, die die Friedensabkommen von Havanna umsetzt. Niemand außer uns Kolumbianern, aus allen Couleurs der Parteien kommend, kann die Integrale Ländliche Reform Wirklichkeit werden lassen, dass Land den Bauern zuschreiben, die Lebensbedingungen auf dem Land verbessern, wahre Demokratie schaffen, ohne Wahlfälschungen, ohne verdorbenes Geld von Firmen und korrupten Geschäftsleuten, die alles mit Silber kaufen, sogar ihre selbe Macht. Ein umfassendes System der Wahrheitsgerechtigkeit, Wiedergutmachung und Nichtwiederholung, alle darauf ausgerichtet, die Opfer zu heilen, wobei die Wahrheit hervorgehoben wird, jene Wahrheit, die in der Lage ist, die tiefsten Wunden zu heilen. Dass die Verpflichtungen der gesetzlichen Garantien, der Achtung der Menschenrechte einschließlich der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte erfüllt werden, was die herrschenden Kasten niemals anerkennen. Dass das Wort respektiert wird, das sie der Schweizer Regierung und den Vereinten Nationen versprochen haben.

Wir werden eine Zukunft haben, weil wir die Kraft des Wandels und der friedlichen Transformation dieses Landes sein werden. Kolumbien kann sich ändern. Es muss sich ändern.

Die Liste, die wir heute mit Respekt vor unseren Landsleuten aus Stadt und Land und der Exilanten vorlegen, setzt sich aus allen Wünschen der Gesellschaft zusammen. Wir vertrauen auf die transformierende Kraft der versammelten Willenskräfte. Der Souverän hat das Wort.“
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