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Paramilitärs festgenommen, Attentat vereitelt

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Am Nachmittag des vergangenen 30. Dezembers übergaben die lokalen Anführer der Friedensgemeinde von San José de Apartadó im Nordwesten Kolumbiens in Begleitung des Jesuitenpaters Javier Giraldo den Behörden die beiden Paramilitärs übergeben, die in der Friedensgemeindevon der Bevölkerung festgenommen wurden. Sie hatten am Vortag das Ziel, in der Gemeinde den sozialen Anführer Germán Graciano Posso zu töten.

Für die
Auslieferung der beiden festgenommen Paramilitärs hat die Friedensgemeinde von San José de Apartadó eine Vereinbarung mit den staatlichen Behördender technischen Untersuchungen der Staatsanwaltschaft und des Vizeministeriums des Innern unterzeichnet. An diesem Akt nahmen auch andere Menschenrechtsverteidiger, Mitglieder von Bauern- und Volksorganisationen sowie Bewohner mehrerer Dörfer in der Serranía de Abibe teil, die zur Unterstützung der Friedensgemeindein den Ort kamen und von der nationalen Regierung die sofortige Bekämpfung des Paramilitarismus forderten, so wie es in der Unterzeichnung des Friedensabkommens festgelegt wurde.

Am Freitag, de
n 29. Dezember des vergangenen Jahres, drangen vier Paramilitärs, die in der Region bekannt sind, gewaltsam in das Gebiet der Friedensgemeinde ein, um den sozialen Anführer und gesetzlichen Vertreter dieser Organisation, Germán Graciano Posso, anzugreifen und zu töten. Dort wurden sie von den Leuten, die an diesem Ort waren, zurückgedrängt und zwei konnten gefangen genommen werden und zwei Personen entkamen. Auffallend ist, dass man bei den Festgenommenen Kleidungsstücke der staatlichen Armee gefunden hat. In den zurückliegenden Jahrzehnten gab es immer wieder Verstrickungen der staatlichen Streitkräfte mit paramilitärischen Einheiten.

Das neue Attentat
auf einen sozialen Anführer in Kolumbien löste auf nationaler und internationaler Ebene eine Welle der Empörungund Besorgnis aus. Die Vereinten Nationen und ihr Vertreter in Kolumbien, Todd Howland, äußerten sich besorgt über den paramilitärischen Angriff, bei dem versucht wurde, den gesetzlichen Vertreter der Friedensgemeinschaft von San José de Apartadó zu ermorden. Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, wie der Frieden in Kolumbien durch rechte Paramilitärs und ihre Angriffe auf soziale Bewegungen und die FARC gefährdet ist.
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