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Hier finden Sie die neuesten Nachrichten aus dem Friedensprozess direkt aus Havanna, Kuba. Dauerhaft aktualisiert.

Wahlkampf der FARC von Angriffen begleitet

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Der Wahlkampf der Alternativen revolutionären Kraft des Volkes (FARC) wird durch aggressive Handlungen von Gruppen gestört, die Verbindungen zur rechten Partei Demokratisches Zentrum (Centro Democrático) haben. Wiederum diese Partei ist der politische Arm des Paramilitarismus. Mehreren Personen der Partei werden Kontakte zu paramilitärischen Gruppen nachgesagt.
 
Gewalttätige Angriffe gegen öffentliche Wahlkampfauftritte der FARC-Partei gab es zuletzt in Cali, sowie in den Provinzen Caquetá, Quindío und Risaralda. So wurde zum Beispiel in Armenia und zuletzt in Cali der Präsidentschaftskandidat der FARC, Rodrigo Londoño, von faschistischen Banden wütend verhöhnt und angegriffen. Auch eine weitere Führungsperson der neuen Partei, Iván Márquez, musste in der Hauptstadt von Caquetá einen Auftritt wegen Störungen absagen.
 
Zuletzt zeigte sich deutlich, dass diese Angriffe und Störungen nicht zufällig und spontan sind, sondern diese von der Partei Centro Democrático organisiert werden. Jene Partei, die sich klar gegen den Friedensprozess positioniert hatte, historische Verbindungen zum Paramilitarismus hat und auch aktuell keine Gelegenheit auslässt, die neue politische Kraft FARC zu bekämpfen.
 
Diese Woche konnte ein Audio-Mitschnitt gehört werden, in dem Herbin Hoyos, der mehrere Jahre lang die Stiftung „Stimmen der Entführten“ leitete, Anweisungen gab, Proteste zu machen und Proteste gegen die Führer der FARC zu organisieren. Auch in Cali konnte man den Kandidaten für den Kongress, Malvehy, des Centro Democrático auf Bildern mit Megaphon in der Hand und der Leitung der Tiraden gegen Rodrigo Londoño erkennen.

Die Proteste leiten also anerkannte Mitglieder des Centro Democrático ermutigt durch den Kongress und Parteiführer der extremen Rechten. Aggressive Interventionen, sowohl im Senat und im Repräsentantenhaus, als auch Aussagen in den Medien, mit Forderungen die ehemaligen Guerillakämpfer wieder einzusperren und ihnen jede politische Teilhabe zu versagen, führen zu den Aktionen gegen die neue Partei, die sich als ehemalige Guerilla für den Weg des Friedens entschieden hat und die Waffen niederlegte.

Die endgültige Vereinbarung von Havanna wurde nicht nur von den Parteien akzeptiert, sondern sie wurde auch durch das Verfassungsgericht und der Kongress gebilligt, nachdem die Anpassung an dem ersten Vorschlag vorgenommen wurde. So wurde das Friedensabkommen auch von der internationalen Gemeinschaft anerkannt und unterstützt. Es liegt also an der Regierung und der internationalen Gemeinschaft dafür zu sorgen, dass das Abkommen eingehalten wird und nicht nur die Sicherheit der Mitglieder der FARC garantiert, sondern auch die politische Partizipation.
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