Wir   -   Kontakt    EnglishItalianoPortuguesEspañol

RSS Friendensprozess 

Hier finden Sie die neuesten Nachrichten aus dem Friedensprozess direkt aus Havanna, Kuba. Dauerhaft aktualisiert.

FARC schlägt Pakt für friedlichen Wahlkampf vor

1
0
1
s2smodern
powered by social2s
Trotz der Bekenntnisse der Regierung, für Sicherheit aller Parteien zu sorgen, will die FARC einen Pakt und Sicherheitsgarantien wegen der Zunahme der verbalen und körperlichen Angriffe, die Ermordungen ihrer Mitglieder und auch derjenigen der sozialen Bewegungen.

Mehr als zehn Tage, nachdem die FARC ihre Einstellung der Wahlkampfaktivitäten erklärt hat, gibt es immer noch berechtigte Zweifel an der Umsetzung von Sicherheitsgarantien für die neue legale Partei. Und obwohl der kolumbianische Innenminister Guillermo Rivera in einem gestrigen Treffen mit Funktionären der FARC, sagte, dass für die Regierung die Bedingungen reif sind, die Kampagne fortzusetzen, will die FARC erst am Anfang der Woche darüber entscheiden. Dies kündigte Rodrigo Londoño, Vorsitzender und Präsidentschaftskandidat der FARC, an.

Eine der heikelsten Fragen war beispielsweise die Ermordung eines der wichtigsten sozialen Anführer der FARC in Guapi (Cauca), Jesús Orlando Grueso, der zusammen mit Jonathan Cundumi erschossen wurde. Er spielte eine wesentliche Rolle bei dem Thema der Ersetzung von illegalen Pflanzen mit den lokalen ländlichen Gemeinschaften. Als ein Punkt im Friedensabkommen von Havanna sollen illegale Pflanzen wie zum Beispiel Koka durch andere Agrarprodukte ersetzt werden. Der Landbesitz und das Geschäft mit Drogenpflanzen sind ursächlich für den Konflikt in Kolumbien.
 
„Der Grad unserer Bedenken hat ein Niveau erreicht, das mich dazu bringt, darüber nachzudenken, ob ich in diesem Prozess zu gutgläubig gehandelt habe. Es ist eine öffentliche Tatsache, dass wir gezwungen waren, die offene Proselytenmacherei unserer Kampagne gegen die Welle von gewalttätigen Aktionen, die von Vertretern der extremen Rechten entfesselt wurde, aufzuheben. Wir hätten nie gedacht, dass das passieren würde“, sagte Rodrigo Londoño zum Innenminister Rivera. Und weiter: „Aber es geht nicht nur um diejenigen, die in sozialen Netzwerke zu Lynchjustiz aufrufen. Fakt ist, dass jetzt fast 50 Guerillakämpfer in verschiedenen Teilen des Landes von Attentätern ermordet wurden.

Rodrigo Londoño erinnerte den Minister an ein Dutzend vereinbarter Elemente, die vom Verfassungsgericht oder vom Kongress der Republik geändert wurden und dass sich eine beträchtliche Anzahl staatlicher Institutionen nur langsam in Übereinstimmung mit den Abkommen bewegen. Aus diesem Grund gab es Treffen mit der Überwachungsmission der Vereinten Nationen und den Vertretern der Garantenländer, sowie mit anderen Sektoren und Organisationen, um einen Pakt des friedlichen Wahlkampfes zu besprechen und die Regierung aufzufordern, Sicherheitsgarantien umzusetzen, den Paramilitarismus zu bekämpfen und generell das im Friedensvertrag Vereinbarte einzuhalten.
1
0
1
s2smodern