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Hier finden Sie die neuesten Nachrichten aus dem Friedensprozess direkt aus Havanna, Kuba. Dauerhaft aktualisiert.

FARC fordert sofortige Freilassung von Jesús Santrich

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Der Nationale Politische Rat der Alternativen Revolutionären Kraft des Volkes stellt betreffend der illegalen Inhaftierung ihres Genossen Jesús Santrich fest, dass zum einen das Friedensabkommen von Havanna als eines der vollständigsten der Welt betrachtet wird, zum anderen aber die Umsetzung von Seiten der Regierung immer wieder torpediert wird.
 
Das Friedensabkommen zwischen der FARC-EP und der kolumbianischen Regierung gilt als eines der komplexesten in der Welt, da es die Ursachen, die den Konflikt ausgelöst haben, in seinem Text aufnimmt und die Opfer in das Zentrum der Betrachtung stellt. So gibt es ein umfassendes System der Wahrheit, Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und Nichtwiederholung, in dem laut Abkommen sowohl dem Staat als auch Paramilitärs und Aufständische die Opfer in das Blickfeld holen sollen, so die FARC in ihrer Erklärung.
 
Doch seit dem Zeitpunkt der Unterzeichnung des Abkommens wurde dieses System und insbesondere die Sondergerichtsbarkeit für den Frieden (JEP) mehrfach angegriffen und sie so verändert, dass der eigentliche festgeschriebene Charakter völlig verschwunden ist. Es macht den Eindruck, als soll die Wahrheit dessen, was während des Konflikts geschehen ist, nicht bekannt werden.
 
Auch das eigenhändige Agieren der Generalstaatsanwaltschaft wir im Fall der illegalen Inhaftierung von Jesús Santrich zeigt, dass das kolumbianische Rechtssystem die Zuständigkeiten der Sondergerichtsbarkeit für den Frieden zu umgehen versucht. Zudem unterwirft sich die Staatsanwaltschaft den Interessen der USA, die mit ihren interventionistischen Instrumenten wie der Drogenbehörde DEA angetrieben wird, das Image der Alternativen Revolutionären Kraft des Volkes (FARC) zu beschädigen und die Umsetzung des Friedensabkommens von Havanna ernsthaft zu beeinträchtigen, so die FARC.
 
Stattdessen solle lieber in den vereinbarten Punkten des Friedensabkommens, wie dem Punkt 4 zur Ersetzung der illegalen Kulturen, investiert werden. Schließlich scheint die bisherige US-Politik des Drogenkriegs gescheitert. Die kolumbianische Gesellschaft, die internationale Gemeinschaft und die nationale Regierung bezeugen die Bereitschaft der FARC, die eingegangenen Verpflichtungen in dem Friedensabkommen vollständig zu erfüllen, so die neue linke Partei.
 
Merkwürdig erscheint der FARC auch die Rolle von Herrn Marlon Marín, der seltsamerweise auf dem Territorium der Vereinigten Staaten (USA) erscheint, nachdem er freigelassen wurde und nun gegenüber der Staatsanwaltschaft Lügengeschichten berichtet und als Kronzeuge auftritt. Die FARC weist darauf hin, dass Herr Marlon Marin nicht auf den offiziellen Listen der Mitglieder der FARC-EP in dem Prozess der Wiedereingliederung erscheint, weil er nie ein Mitglied ihrer Organisation war, noch von der Parteiführung der FARC bestimmt worden ist, für eine Zusammenarbeit mit produktiven Projekten oder anderen Arbeiten im Zusammenhang mit der Wiedereingliederung von Kämpfern verantwortlich zu sein. In dieser Rolle hat er sich in Medien und bei Gericht dargestellt.

Erneut bekräftigt die FARC gegenüber der Regierung und dem kolumbianischen Staat ihre Forderung zur sofortigen Freilassung von Jesús Santrich und der 600 Kämpfer, die immer noch hinter Gittern sind, obwohl bereits mehr als ein Jahr des Amnestiegesetzes vergangen sind. Des Weiteren fordern sie notwendige Schritte für die Repatriierung von Simón Trinidad und den anderen Mitgliedern der FARC-EP-Gefangenen im Ausland.

Die Regierung der Vereinigten Staaten wird eingeladen, im Einklang mit den Bemühungen des Sondergesandten für den Friedensprozess in Havanna, Herrn Bernie Aronson, zur Festigung des Friedens in Kolumbien beizutragen, Simón Trinidad freizulassen und alle Arten von Operationen auszusetzen, die darauf abzielen, diejenigen zu verfolgen, die heute im Rahmen der Legalität das Recht auf politische Partizipation ausüben. Die Alternative Revolutionäre Kraft des Volkes drückt weiterhin ihren Willen aus, Frieden und Demokratie in Kolumbien aufzubauen.
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