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FARC prangert Illoyalität im Friedensvertrag an

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Während einer Pressekonferenz, die am 29. Juni in Bogotá stattfand, äußerte der Nationale Politische Rat der Alternativen Revolutionären Kraft des Volkes (FARC) seine Besorgnis, bei der vor dem Kongress vorgeschlagenen Prozess zur Sondergerichtsbarkeit des Friedens (JEP). Besorgnis erregt vor allem die Veränderung der Parameter, die zuvor im Friedensvertrag vereinbart wurden.

Der Nationale Politische Rat der FARC erklärte, dass die früheren Vereinbarungen, die im Kongress bezüglich der Sondergerichtsbarkeit des Friedens (JEP) getroffen wurden, um Frieden in Kolumbien zu bringen, böswillig geändert wurden, um das Recht der Opfer zu verspotten. Die Opfer und alle am Konflikt Beteiligten hätten das Recht, die volle Wahrheit von dem zu kennen, was während des bewaffneten und sozialen Konfliktes in Kolumbien passiert ist.
 
Während des Friedensabkommens wurde von allen Beteiligten, kolumbianische Regierung und FARC-Guerilla vorgeschlagen, Gerichtsverfahren und Aufarbeitungsarbeit gegenüber beiden militärischen Organisationen durchzuführen. Dieser Ansatz wurde jedoch später geändert und nur an die FARC gerichtet. Für die ehemalige Guerilla ist klar, dass diese Aktion ein Akt des gebrochenen Wortes an dem Vereinbarten ist und einen rachsüchtigen Prozess bedeutet, der zur Diskreditierung einzig und allein der aufständischen Bewegung zu schaffen sucht.

Wiederholt machte die FARC klar, dass diese Art von heimtückischen Aktionen das instabile Vertrauen unter den Kolumbianern nur verschärft und stattdessen die in der gegenwärtigen Verfassung in Bezug auf das Friedensabkommen enthaltenen Vereinbarungen respektiert werden sollen. Das Friedensabkommen von Havanna sucht die Versöhnung unter den Kolumbianer zu erreichen, die ohne einen stabilen und dauerhaften Frieden undenkbar ist. Eine solche Aussöhnung ist unter anderem nur möglich, wenn das Recht der Opfer auf Wahrheit, Gerechtigkeit, integrale Wiedergutmachung und Nichtwiederholung garantiert wird, so der Rat der FARC.
 
Mit der aktuellen korrupten und opportunistischen Politik der „neuen“ Mehrheiten im Kongress und dem Zaudern und der Sabotage innerhalb der Regierung selbst, verloren die Werkzeuge der JEP ihre Rolle als Mechanismus eine Übergangsjustiz zu gewährleisten und führten zu einem rachsüchtigen System von lang anhaltendem Medienspott, der nur den ehemaligen Aufständischen vorbehalten war. Was vom Kongress über die JEP genehmigt wurde, ist ein Betrug für das Land, für die Opfer, für die internationale Gemeinschaft und für diejenigen, die ihre Waffen niederlegten, als ein Produkt des Abkommens, um eine Politik in voller Übereinstimmung mit dem derzeitigen Verfassungsrahmen zu machen, erkläre die von der Guerilla zur Partei avancierte FARC.
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