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Hier finden Sie die neuesten Nachrichten aus dem Friedensprozess direkt aus Havanna, Kuba. Dauerhaft aktualisiert.

Gewaltwelle gegen soziale Führungspersonen und Linke

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Organisationen wie der Agrargipfel Kolumbiens (Cumbre Agraria) und der Kongress der Völker (Congreso de los Pueblos) sagen, dass bereits 24 Personen in einem Monat ermordet wurden, die unter oben genannte politische Gruppen fallen. Organisationen wie Indepaz und der „Patriotische Marsch“ (Marcha Patriótica) listen eine Zahl von 98 ermordeten sozialen Aktivisten in den nur fünf ersten Monaten des Jahres. Damit steigt die Zahl der Todesopfer so schnell wie noch nie.
 
Eine erneute Gewaltwelle gegen soziale Anführer, Menschenrechtsverteidiger, Linke und Mitglieder der Kampagne vom unterlegenen Präsidentschaftskandidaten trifft Kolumbien. Zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 30. Juni des laufenden Jahres sind 311 Anführerinnen und Anführer aus sozialen und politischen Bewegungen ermordet worden. Und nur in dieser Woche fielen den rechten Gruppen oder unerkannten Personen bereits Santa Felicinda Santamaría (Choco), Luis Barrios (Barranquilla), Ana María Cortés (Cáceres, Antioquia) und Margarita Estupiñan (Tumaco, Nariño) zum Opfer. Hinzu kam das Massaker an sieben jungen Männern im Cauca, von denen mindestens zwei das Anfangsstadium der Wiedereingliederung begonnen hatten. Noch gibt es aber keine genauen Hintergründe zu diesem Vorfall in der Gemeinde Argelia.

Der Aufschwung der Gewalt beeinflusst die Bedingungen für einen wirklich stabilen und dauerhaften Frieden, teilten die Vereinten Nationen für Kolumbien mit. Die Menschen in den Regionen, die am meisten vom bewaffneten Konflikt betroffen sind, sind diejenigen, die am meisten in ihrer Verletzungen ihrer kollektiven und individuellen Rechte gefährdet sind. Dies betrifft vor allem die Provinzen Antioquia, Arauca, Cauca, Chocó, Córdoba, Nariño, Norte de Santander und Valle del Cauca. Betroffen ist jedoch das gesamte Territorium Kolumbiens. Deswegen fordert die UN die kolumbianische Regierung auf, Prävention, Schutz und Maßnahmen zum Recht auf Leben und Unversehrtheit der Kolumbianer zu gewährleisten.

Für den heutigen Freitag, den 6. Juli 2018, wird zu nationalen und internationalen Versammlungen und Demonstrationen aufgerufen, um zu verlangen, dass die nationale Regierung das systematische Töten der sozialen Anführer stoppt. Mit den Versammlungen und Demonstrationen soll die Besorgnis gezeigt werden, über die tägliche Zunahme von Morden, Verfolgung, Anschuldigungen und Inhaftierungen der wichtigsten Sprecher der Gemeinschaften und sozialen Bewegungen. Hierunter befinden sich ehemalige Guerilleras und Guerilleros der FARC, linke Aktivisten und Personen die nach Lösungen für ihre Forderungen nach Frieden mit sozialer Gerechtigkeit, Land, Beschäftigung, Leben, Wohnen, Wasser, Einstellung des Mega-Bergbaus, Schutz der Umwelt und der Artenvielfalt verlangen oder einfach durch eine Position gegen die Politik des Krieg und der Gewalt auffallen.Demonstrationen gibt es heute um 16 Uhr in Berlin und Frankfurt/Main (Velatón).
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