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FARC fordert sofortige Freilassung von Jesús Santrich

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Nachdem die ehemalige aufständische Bewegung und heutige Partei FARC erfahren hat, dass der Generalstaatsanwalt von Kolumbien keine Beweise gegen den ehemaligen Guerillakommandanten Jesús Santrich hat, forderten sie die sofortige Freilassung.

Unter anderem der Senator für die FARC, Pablo Catatumbo, forderte nach der rechtswidrigen Verhaftung am 9. April und der darauffolgenden Inhaftierung von Jesús Santrich durch die Staatsanwaltschaft auf Antrag der amerikanischen Justiz, an die Sondergerichtsbarkeit für den Frieden (JEP), dass Santrich freigelassen werde, weil es keine Beweise für das angeklagte Verbrechen des Drogenhandels gebe. Santrich wurde vorgeworfen, in einem Drogengeschäft verwickelt zu sein, weshalb die Anti-Drogenbehörde der USA ermittelte und eine Auslieferung in die USA beanspruchte.

Der Generalstaatsanwalt, Néstor Humberto Martínez, sagte gegenüber der JEP, dass er keine Beweise, weder in Form von Audiomaterial noch Videomaterial, im Fall von Jesús Santrich hat. Er erklärte stattdessen, dass die angeblichen Beweise in den Händen des US-Justizsystems liegen, das die Auslieferung von Santrich wegen Drogenhandels fordert. Wegen dieser Aussagen forderte die FARC nun, dass die Aussagen des Staatsanwalts zeigen, dass es keine Beweise gibt, um Santrich weiterhin im Gefängnis zu behalten.

 „Der Staatsanwalt hat das Land belogen, weil er vor einer Weile gesagt hat, dass es starke Beweise dafür gibt. Dies zeigt, dass es eine rechtswidrige Inhaftierung gibt und wenn es keine Beweise gibt, ist die Freiheit von Santrich angemessen“, sagte Catatumbo. Von Anfang an warnte die FARC vor einer juristischen Inszenierung gegen Santrich, der als großer Kritiker gegenüber der kolumbianischen Elite und auch dem Friedensprozess gilt. Der Fall zeigt einmal mehr, wessen Geistes Teile der kolumbianischen Behörden und Regierung sind, um die FARC zu diskreditieren und den Friedensprozess zu sabotieren.

Die Verhaftung von Santrich und anderen Personen, zum Beispiel angebliche Strohmänner der FARC in finanziellen Geschäften, sind einer der Gründe, warum das Misstrauen von ehemaligen Kämpfern der FARC in die kolumbianischen Behörden und in der Umsetzung des Friedensabkommens so groß sind. So kommt die Regierung der juristischen und physischen Sicherheit der FARC-Mitglieder sowie der ökonomischen, politischen und sozialen Wiedereingliederung nicht nach.
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