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Hier finden Sie die neuesten Nachrichten aus dem Friedensprozess direkt aus Havanna, Kuba. Dauerhaft aktualisiert.

Bogotá, 4. November - Der von der UN-Mission koordinierte dreigliedrige Mechanismus mit der Regierung und den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens – Volksarmee (FARC-EP) wird am Montag, den 7. November, die Waffenruhe und die Einstellung der Feindseligkeiten überwachen und verifizieren.

Nach all der Aufregung und der Bereitschaft, die Umsetzung der endgültigen Vereinbarung zu starten, erhielten eine breite Palette von sozialen Sektoren und die allgemeine Bevölkerung einen Schlag, als sie die Volksabstimmung, die am 2. Oktober im Hinblick auf die Billigung der Vereinbarungen stattfand, mit geringem Abstand die Vereinbarung vorerst zunichte machte.

New York/Bogotá, 31. Oktober 2016 - Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat heute ein Schreiben an den Generalsekretär gesandt, das der UNO-Mission in Kolumbien grünes Licht gegeben wird, um den Waffenstillstand und die Einstellung von Feindseligkeiten auf Ersuchen der Regierung und der Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens – Volksarmee (FARC-EP) zu überprüfen.

Opfer- und Menschenrechtsverteidigerorganisationen, begleitet durch die Repräsentanten Alirio Uribe und Angela Maria Robledo, berichteten bei ihrer Anhörung am Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte ihre Besorgnis über die Vorschläge der Sektoren aus dem Nein-Lager. Die Straflosigkeit für Opfer in Kolumbien würde aufrechterhalten, wenn diese Vorschläge akzeptiert werden sollten, weil mit den Verbrechen, die von staatlichen Akteuren und Privatpersonen begangen werden, locker umgegangen wird.

Wednesday, 26 October 2016 00:00

Weiterhin Optimismus zu Friedensabkommen

Die wenn auch knappe demokratische Entscheidung der Kolumbianerinnen und Kolumbianer, das Friedensabkommen zwischen der FARC-EP und der Regierung in der Volksbefragung vom 2. Oktober abzulehnen, sorgt nun dafür, dass beide Seiten wieder in Havanna am Verhandlungstisch sitzen. Vor allem geht es um die Frage, wie mit den Vorschlägen der Gegner aus dem Nein-Lager umgegangen wird. Trotzdem zeigten sich Vertreter der FARC-EP vorsichtig optimistisch, eine Einigung mit der Regierung zu erreichen.

In einem dem Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen vorgelegten Bericht unterstreicht die Kolumbien-Europa-Vereinigte Staaten-Koordination (CCEEUU), dass trotz der Positionierung einer öffentlichen Agenda, die auf die Rechte der Opfer des Konflikts und des Friedensprozesses mit den Guerillaorganisationen verweist, die Verletzungen der Menschen- und Bürgerrechte in Kolumbien immer noch systematisch erfolgen und die Politik- und Rechtsvorschriften nicht die angemessenen oder notwendigen Ebenen der Durchführungen erreichen.

Published in Nachrichten Kolombien
Monday, 10 October 2016 00:00

Weltweite Unterstützung für den Frieden

Es ist nicht nur Kolumbien, die auf die Straße gegangen sind um Ja zum Frieden zu sagen und die die Umsetzung des in Havanna zwischen der FARC-EP und der Regierung vereinbarten endgültigen Friedensabkommens fordern.

Der Chefberater der FARC-EP und spanische Jurist Enrique Santiago, nahm sowohl in einem Artikel im eldiario.es als auch auf dem Portal publico.es im Programm "En Clave Tuerka" mit dem Führer von Podemos, Juan Carlos Monedero, Stellung zum aktuellen Stand nach der Volksbefragung. „Es gibt keinen Schritt zurück für den Frieden.“ So kraftvoll und optimistisch zeigte sich Enrique Santiago, Anwalt der FARC-EP in den Verhandlungen mit der Regierung Kolumbiens. Für ihn hat der Sieg des Nein im Plebiszit vom letzten Sonntag keine Rechtsgültigkeit.

Über zweitausend Menschen nahmen an der Zeremonie zur Unterzeichnung des endgültigen Friedensabkommens in Cartagena in Kolumbien teil. Nach der Nationalhymne tätigten zuerst Timoleón Jiménez und anschließend Präsidenten Juan Manuel Santos die Unterschrift.

Wednesday, 21 September 2016 00:00

Kurzüberblick zur X. Guerillakonferenz

Während in gar nicht so langer Zeit die Volksbefragung zum Friedensabkommen stattfinden wird, läuft in den Ebenen des Yarí seit einigen Tagen die Zehnte Nationale  Guerillakonferenz der FARC - EP. Hierbei geht es nicht nur um die strittigen Fragen der Gegenzeichnung der Vereinbarungen, der Übergang vom bewaffneten Kampf in die legale Politik und die Richtlinien der neuen politischen Bewegung, sondern auch um Gender-Aspekte im Rahmen der Vereinbarungen und die Zweifel der Kämpferinnen und Kämpfer bezüglich ihrer politischen und auch wirtschaftlichen Zukunft. Bisher sorgte sich ja schließlich die Guerilla um sie.