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Hier finden Sie die neuesten Nachrichten aus dem Friedensprozess direkt aus Havanna, Kuba. Dauerhaft aktualisiert.

Am Mittwoch, den 16. März, wählte die selbsternannte paramilitärische Gruppe namens Autodefensas Gaitanistas de Colombia (A.G.C.) den Bürgermeister von San Calixto, Yadil José Sanguino, in der Provinz Norte de Santander als Zielscheibe aus. Der Bürgermeister erhielt SMS-Nachrichten über die sozialen Netzwerke, die ihn und seine Familie bedrohten.
Published in Nachrichten Kolombien
Am Mittwoch, den 15. März, fand in der Stadt Santa Marta das erste große Treffen der Übereinstimmung der gesellschaftlichen und politischen Kräfte statt. Im Sitz des Verbandes der Lehrer für die Provinz Magdalena (Edumag) trafen sich Delegierte aus verschiedenen Sektoren, um die Einladung durch Polo Democrático Alternativo (Demokratischer Alternativer Pol, PDA), Alianza Verde (Grüne Allianz), PCC (Kommunistische Partei), Juco (Kommunistische Jugend), UP (Unión Patriótica), Frauenorganisationen, Gewerkschaftlichen Bewegungen, Fuerza Ciudadana (Bürgerliche Kraft), AICO, ASI, liberale Partei, Bewegung der Mütter, Stadträte und vielen anderen zu erfüllen. Ziel ist es, Kriterien und Maßnahmen mit Blick auf die Verteidigung des Friedens und seiner Durchführungen in Bezug auf die Vereinbarungen zu vereinheitlichen.
Der Botschafter der kubanischen Insel in Kolumbien, José Luis Ponce Caballero, schickte einen Brief am Montag an Iván Márquez, Mitglied des Sekretariats der Guerilla, mit dem Angebot, dass innerhalb von fünf Jahren je 500 Kolumbianer und 500 ehemalige Kämpfer der FARC-EP gleichermaßen Zugang zu einem Stipendium haben werden. Es wird 1000 Stipendien insgesamt geben.
Thursday, 16 March 2017 00:00

Was kommt nach der Friedensgerichtsbarkeit?

Jairo Estrada, Mitglied von Voces de Paz (Stimmen des Friedens – eine Gruppe von 6 Sprechern des kolumbianischen Kongresses in Vertretung des Friedensabkommens), stellte fest, dass das, was nach der Zustimmung der Sondergerichtsbarkeit für den Frieden (Jurisdicción Especial para la Paz – JEP) kommt, der Gesetzgebungsakt der politischen Wiedereingliederung der FARC in das rechtliche politische Leben ist. Damit beginnt der Prozess, in dem „alle charakteristischen Bedingungen der FARC gegeben werden, damit es eine rechtliche politische Partei wird.“
Diese Bilder zeigen Momente der Begegnung, wo Ideen, Lachen, Tränen geteilt und Unterschiede für den Zweck der Fortschritte in der Versöhnung erkannt wurden.
Saturday, 25 February 2017 00:00

Gefangene der FARC-EP im Hungerstreik

Die politischen Gefangenen der FARC-EP im Hoch- und Mittelsicherheitsgefängnis San Isidrio in der Stadt Popayán haben einen Hungerstreik auf unbestimmte Zeit begonnen. In einer Erklärung fordern sie „fundamentale Lösungen“ für das Problem der Gesundheitsversorgung und ihre Freilassung im Rahmen des Friedensabkommens.
Die Unstimmigkeiten in der Frage der Umsetzung des Friedensabkommens zwischen der FARC-EP und der Regierung nehmen zu. So verlangt die Guerilla eine Neuorientierung beim zeitlichen Rahmen der Niederlegung der Waffen. So fehle es immer noch an adäquaten Bedingungen für diesen Prozess. Obwohl die Regierung behauptet, dass die Bedingungen in den transitorischen ländlichen Normalisierungszonen und –punkten genügend sind, erklärte die FARC-EP in dem offenen Brief an den Repräsentanten der Vereinten Nationen, Jean Arnault, dass „wie allgemein bekannt ist, keine der 26 Bereiche und Punkte die Infrastruktur hat, um die Guerilleros unter normalen Bedingungen unterzubringen. Sie verbringen die Nacht in behelfsmäßigen Zelten und es ist nicht wahr, dass 80 Prozent der gemeinschaftlichen Bereiche abgeschlossen sind, wie durch das Außenministerium und das Amt des Hohen Kommissars für den Frieden angegeben werden.“
Am Sonntag, den 19. Februar, bekam die ländliche Normalisierungs- und Übergangszone La Elvira Besuch von Fußballern aus den Vereinen  América de Cali und Nacional de Medellín, die ein Freundschaftsspiel im Rahmen der Eröffnung der Sportanlage für den Frieden „Nicolas Fernandez“ durchführten.
In Bogotá fand am 13. und  14. Februar ein Symposium zur „Umfassenden Agrarreform“ statt, in der über die Herausforderungen für die Friedensförderung an der Fakultät für Krankenpflege an der Nationaluniversität diskutiert wurde. Ein wichtiger Punkt war das Thema der Frauen bei der Umsetzung des Friedensabkommens und bei der Agrarreform. Dazu debattierten unter anderem Carmenza Gómez, Präsidentin von ANZORC, Patricia Jaramillo, Professorin an der Nationaluniversität, Olga Lucía Marín, Guerillera der FARC-EP und Raquel Méndez, Repräsentantin für die Universidad Industrial de Santander, die als Moderatorin fungierte.
Die Umsetzung des Friedensabkommens ist in einer komplizierten Situation, so sagt es Enrique Santiago, Anwalt der FARC-EP in einem Interview mit dem Magazin Semana. Wegen des Mangels an Engagement durch den Staat und den Absichten politischer Akteure wie der des Staatsanwaltes Néstor Humberto Martínez, der das bereits Vereinbarte wieder ändern möchte, sieht Enrique Santiago den Friedensprozess akuten Gefahren ausgesetzt.