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Umweltkatastrophe als Sinnbild des kolumbianischen Kapitalismus

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Die halbstaatliche Erdölgesellschaft Kolumbien Ecopetrol steht derzeit sinnbildhaft für den Kapitalismus, was die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen bis zum Profitmaximum bedeutet, ohne dass potentielle Folgen für Mensch und Natur gesehen werden. Immer mehr werden Lizenzen zur Ausbeutung in den ländlichen Regionen verkauft oder transnationale Konzerne beauftragt.
 
Das derzeitige Wirtschaftsmodell Kolumbien beruht auf den Extraktivismus, das heißt die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, an denen das Land reich ist, aber nur wenige aus der Oligarchie davon profitieren, während der Großteil des Landes mit den negativen Folgen leben muss. Der Ausverkauf der Natur, Verschmutzung und Zerstörung, Militarisierung und Gewalt.
 
Die Verschmutzung, die Tausende Menschen ohne Wasser hinterlässt, ist ein riesiger schwarzer Fleck, der mehr als 15 Kilometer Wasser bedeckt. Die Ölkatastrophe hat tausende von Säugetieren und toten Fischen gekostet. Viele Familien wurden zur Umsiedlung gezwungen und Hunderten von Fischern und Rindern hat das fehlende Wasser das Leben gekostet.

Die Bauern sahen sich schließlich genötigt, die Straße zwischen Barrancabermeja und Bucaramanga zu blockieren, um den Behörden eine angemessene Aufmerksamkeit auf die Not aufzuzeigen und schließlich nach dieser Proteste und landesweiter Skandalisierung erklärte der Bürgermeister von Barrancabermeja die „öffentliche Katastrophe“.

Ecopetrol, als halbstaatlicher Erdölriese, hatte im Jahr 2017 ein Nettogewinn von 6600 Milliarden Pesos (187.007.000 Euro), 323% höher als im Jahr 2016, wo es schon die stattliche Summe von 1560 Milliarden Pesos war. Nach Umsatz ist Ecopetrol das größte und eines der Großen Fünf Lateinamerikas.

Der Vorstand der Union Sindical Obrera (USO), der Erdölarbeitergewerkschaft, sympathisierte mit der betroffenen Gemeinde und sagte, dass das Unternehmen über die notwendigen Ressourcen verfügen muss, um in vollem Umfang den Notfall zu beheben und in vollem Umfang die betroffenen Gemeinden und Regionen zu kompensieren.
 
Nach 25 Tagen der Katastrophe gibt es immer noch keine endgültige Lösung. Die Politik Kolumbiens schweigt und Präsident Santos sorgt sich lieber um seinen Amtsgefährten in Peru. Der Kapitalismus nutzt in seinem unersättlichen Streben nach Profit die Arbeiter und die Umwelt intensiv aus und beeinträchtigt die Gesundheit und das Leben der Menschen. Für ihn ist das Wichtigste der Profit und die Anhäufung von Reichtum.
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