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Hidroituango - Ein Megaprojekt gegen den Willen der Bevölkerung

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Das des Staudamms Hidroituango wurde seit jeher gegen den Widerstand der Bevölkerung durchgesetzt. Im Vordergrund standen immer die wirtschaftlichen Interessen, statt ökologische und soziale Bedenken ernst zu nehmen. Der protestierenden Bevölkerung begegnete man mit Repression bis hin zu Morden. Nun droht eine Gefahr für Zehntausende Kolumbianer entlang des Flusses Cauca.
 
Rund um die bevorstehende Katastrophe eines Dammbruchs des Staudamms Hidroituango in der kolumbianischen Provinz Antioquia wird klar, dass dieses Monsterprojekt nicht nur zur Vernichtung der Lebensgrundlage von Tausenden Menschen führen könnte, sondern dass dieses Projekt gegen den Willen der lokalen Bevölkerung geplant und durchgeführt wurde.
 
Bisher sind zudem zwei lokale Anführer in den letzten Tagen ermordet worden, die sich klar gegen dieses Megaprojekt positioniert haben. Hierbei handelt es sich um Héctor Alberto George Pérez und Luis Alberto Torres Montoya. Beide waren auch in der Nichtregierungsorganisation Ríos Vivos (Lebende Flüsse) engagiert. Hier zeigt sich das Zusammenspiel zwischen Industriellen und rechten Paramilitärs, die als Auftragskiller fungieren und die Kritiker einschüchtern sollen.
 
Mehr als 1000 Familien sind derzeit in den Gemeinden Valdivia, Caucasia, Sabanalarga und Ituango betroffen und mussten ihre Häuser verlassen. Im schlimmsten Fall könnte der gesamte Damm brechen und der Fluss Cauca sind über weite Teile ergießen. Laut der ausführenden Baufirma „Empresas Públicas de Medellín“ EPM kam es bisher zu drei kleineren Erdrutschen am Damm, die den Abfluss blockierten. Wegen starker Regenfälle trat der aufgestaute Fluss nun immer weiter über seine Ufer.
 
Das Projekt Hidroituango ist das größte Bauprojekt Kolumbien und das entstehende Wasserkraftwerk wäre eines des größten Lateinamerikas. Die Arbeiten am Staudamm befinden sich in der Endphase. Wegen der nun bevorstehenden Katastrophe fordern soziale Bewegungen wie Ríos Vivos eine demokratische Beteiligung an Projekten, eine ehrliche Informationspolitik, das Heranziehen der Verantwortlichen für Morde und Zerstörungen, das Ende der Repression sowie die Entschädigung der betroffenen Familien.
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