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Treffen von kolumbianischen politischen Exilanten in Berlin

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An diesem Wochenende, vom 10. bis zum heutigen 12. März, fand in Berlin das 2. konstituierende Treffen von politischen Exilanten durch Verfolgung des kolumbianischen Staates statt. An dem Treffen nahmen unter anderem Personen und Organisationen aus den europäischen Ländern Belgien, Italien, Österreich, Schweiz, Spanien und Deutschland teil. Auch aus Nordamerika waren Gäste zugegen.

Es gab eine Grußbotschaft der FARC-EP an die Teilnehmenden, eine Grußbotschaft von Günter Pohl, Internationaler Sekretär der Deutschen Kommunistischen Partei und viele Vorträge zum Thema der politisch Verfolgten und im Exil lebenden Kolumbianer. Enrique Santiago, rechtlicher Beistand der FARC-EP, erklärte audiovisuell die spezielle Friedensgerichtsbarkeit.

Im Programm standen zahlreiche Diskussionen und Vorträge zum aktuellen Stand des Friedensprozess zwischen der FARC-EP und der Regierung, zum Beitrag der im Exil Lebenden am Friedensprozess und der Umsetzung der Vereinbarungen sowie zur eigenen Organisation und zur kulturellen Identität der Geflüchteten im Ausland.

Neben ökonomischen Gründen wie Armut ist die politische Verfolgung ein Hauptgrund in den Fluchtursachen von Kolumbianern. Neben rund 7 Millionen Binnenflüchtlingen gibt es schätzungsweise 845.000 im Ausland lebende Kolumbianer. Fast 25.000 leben in europäischen Ländern. Man spricht hier von einer Nation im Exil. Ihre Organisierung im Ausland ist der Ausdruck nach Kampf gegen Ungerechtigkeit und Straffreiheit.

Viele haben Bedrohungen, Gewalt, Vertreibungen und Todesfälle in den eigenen Familien erlebt. Ihr Exil ist nicht nur die Ursache des ungenügenden Schutzes durch den Staat sondern mehr noch, ein Staat, der selbst eine politische Opposition verfolgt und Kritische und Andersdenkende einsperrt und mittels des Paramilitarismus seine politischen und wirtschaftlichen Interessen versucht durchzusetzen.
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