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Eine andere Welt ist möglich!

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Aus Kolumbien und Lateinamerika senden wir einen Gruß an alle Aktivisten, die sich in Hamburg, in Deutschland oder überall auf der Welt gegen den G20-Gipfel einsetzen. Es ist wichtig in einer Welt wie dieser, die kalt geworden ist zwischen den Völkern und in welcher der Neoliberalismus Tag auf Tag seine fiese Fratze zeigt, einen Zeichen der Solidarität zu setzen.
 
Dabei ist für uns wie für euch klar, die Politik der G20 ist nicht die unsere. Die Mehrheit der Menschen auf diesem Planeten lebt in Armut und Misere. Ursächlich dafür die die kapitalistische und neoliberale Politik der ausbeutenden Staaten und jener, die davon profitieren. In Vielen Ländern haben wir es mit einem Ansteigen des Autoritarismus zu tun. In Lateinamerika davon betroffen sind vor allem Brasilien, Guatemala, Honduras oder Argentinien zu tun. Immer mehr Staaten der Welt wollen den populären Widerstand verhindern, in welchem sich Menschen für eine freiere, gerechtere und bessere Welt einsetzen. Auch sogenannte führende Industrienationen wie die USA, die Türkei, Indien, aber auch Russland gehören dazu. Und erinnert sei hiermit an die Außenkraftsetzung von demokratischen Gesetzen während der anstehenden Proteste in Deutschland selbst.
 
Von Repression der linken Bewegungen sind aber auch Staaten betroffen wie Kolumbien, die jüngst einen Friedensvertrag mit der linken FARC-EP beschlossen und in welcher nicht nur das Durchführen linker Oppositionspolitik, sondern auch deren Umsetzung und Sicherheit garantiert werden soll. Noch immer werden entwaffnete Guerillakämpfer oder ihre Familien ermordet. Linke Aktivisten oder Oppositionelle im Land sind weiterhin die Zielscheibe der Reaktion und Oligarchie. Kolumbien ist eigentlich ein reiches Land, gemessen an seinen natürlichen Ressourcen, seiner Natur und seiner Menschen. Doch es ist arm an sozialer Gerechtigkeit, Gleichheit und Frieden. Dabei versuchen die FARC-EP alternative Wege zu gehen. Sie zeigen aktuell mit der Gründung von gemeinschaftlichen Firmen und Kooperativen ein anderes Wirtschaftsmodell in ihren Friedenszonen. Sie wollen das Land umgestalten. Doch die Rechte, die Oligarchie widersetzt sich dem mit allen legalen und illegalen Mitteln.
 
Täglich gibt es Angriffe auf Länder und deren Menschen, die sich für eine andere Politik und für ein anderes Wirtschaftsmodell entschieden haben. Täglich zählt man die Attacken in Venezuela, Länder wie Ekuador, Bolivien, Nicaragua sollen weiter destabilisiert werden. In Kuba gibt es bereits eine Tradition von jahrzehntelanger offensiver Destabilisierungspolitik seitens der USA. In Hamburg/Deutschland wird es auch wieder darum geben, wie jene Länder ausgeschlossen oder bekämpft werden, die nicht in die Vorstellungen einer neoliberalen Weltpolitik passen. In Hamburg geht es um neue Absatzmärkte und Freihandelsverträge, für mehr Ausgrenzung und Armut.
 
Die Politik von Santos oder Temer, oder den teilnehmenden Präsidenten aus Lateinamerika wie Macri und Peña Nieto, ist nicht unsere. Die lateinamerikanische Rechte verhandelt in Hamburg hinter verschlossenen Türen ihre arrogante Weltpolitik. Die neoliberale Oligarchie will ihre Wirtschaftspolitik wie mit unfairen und undemokratischen Freihandelsverträgen fortführen. Militäreinsätze sollen ausgebaut werden. Eine soziale Politik soll es nicht geben. Menschenrechte, ökologisches Bewusstsein, Solidarität, Gerechtigkeit oder Frieden sind nicht erwünscht. Dabei sind in einer sich als modern bezeichnenden Welt elementare Bestandteile wie ein adäquater Zugang zu Gesundheit, Bildung, Wohnen und anderen sozialen Bedürfnissen eine Seltenheit geworden. Statt dessen wird privatisiert und spekuliert was das Zeug hält und verschlechtern sich die Lebensbedingungen von vielen Menschen auf dieser Welt.
 
Was wir wollen ist auf einem Planeten zu leben, in dem es eine nachhaltige und demokratische Politik für alle gibt. Eine Welt, in der Zäune und Stacheldraht abgeschafft werden und in der das Leben eines Menschen wieder zählt und nicht das Geld. Was wir wollen ist Gerechtigkeit und Solidarität!
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